Rezension Nevernight – die Prüfung

ACHTUNG: Jahreshighlight!!

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Sie ist keine Heldin. Sie ist eine Frau, die Helden fürchten.

»Nevernight« ist der erste Roman einer neuen bildgewaltigen und epischen Fantasy-Serie von »New York Times«-Bestseller-Autor Jay Kristoff.

In einer Welt mit drei Sonnen, 
in einer Stadt, gebaut auf dem Grab eines toten Gottes, 
sinnt eine junge Frau, die mit den Schatten sprechen kann, auf Rache.

Mia Corvere kennt nur ein Ziel: Rache. Als sie noch ein kleines Mädchen war, haben einige mächtige Männer des Reiches – Francesco Duomo, Justicus Remus, Julius Scaeva – ihren Vater als Verräter an der Itreyanischen Republik hinrichten und ihre Mutter einkerkern lassen. Mia selbst entkam den Häschern nur knapp und wurde unter fremdem Namen vom alten Mercurio großgezogen, einem Antiquitätenhändler. Mercurio ist jedoch kein gewöhnlicher Bürger der Republik, er bildet Attentäter für einen Assassinenorden aus, die »Rote Kirche«. Und Mia ist auch kein gewöhnliches Kind, sie ist eine Dunkelinn: Seit der Nacht, in der ihre Familie zerstört wurde, wird sie von einer Katze begleitet, die in ihrem Schatten lebt und sich von ihren Ängsten nährt. Mercurio bringt Mia vieles bei, doch um ihre Ausbildung abzuschließen, muss sie sich auf den Weg zur geheimen Enklave der »Roten Kirche« machen, wo sie eine gefährliche Prüfung erwartet …
Nach dem zusammen mit Amie Kaufman verfassten Science-Fiction-Roman »Illuminae« ist »Nevernight« der neueste Geniestreich von Jay Kristoff: für die Leser von Anthony Ryan, Patrick Rothfuss und Sarah J. Maas.

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Zur Handlung und Protagonistin:

Wer wie ich schon einige Bücher im Bereich Fantasy gelesen hat, kennt es wohl: Man liest immer wieder neue Bücher mit denselben Handlungssträngen, denselben Ideen, nur mit dem einen Unterschied: dass sie unterschiedlich umgesetzt wurden.

Wer wie ich Nevernight – Die Prüfung gelesen hat, weiß: das ist hier nicht der Fall. Endlich. Ein Buch, dass einen nicht nur mit einer komplett neuen Story überrascht (nun gut, jemand, der „das Dunkel“ in sich trägt und beherrscht mag vielleicht nicht komplett neu sein, aber sind wir mal fair, etwas WIRKLICH Neues in diesem Genre zu finden ist nahezu, wenn nicht sogar komplett unmöglich).

Dennoch finde ich die Grundidee, eine Protagonistin zu erschaffen, die das Mitansehen des Todes ihres Vaters (guh – guh – guh) dazu bringt, ihre eigene Dunkelheit, oder eben eine fremde (so genau weiß man das ja nicht) zu rufen, beziehungsweise zum Vorschein zu bringen, super und irgendwie auch logisch.

Never Flinch.‘ A cold whisper in her ear. ‚Never fear. And never, ever forget.‘
The girl nodded slowly.
Exhaled the hope inside.
And she’d watched her father die.

Als sie daraufhin von ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder getrennt wird und selbst umgebracht werden soll, rettet sie eben dieses Dunkel und sie irrt umher, bis sie auf ihren Shahiid trifft, der sie ausbildet, damit sie später der Roten Kirche, einem Assassinenorden, beitreten kann.

Um dies jedoch zu schaffen und zu einer Klinge des Ordens zu werden, muss sie einige Prüfungen bestehen, die nicht ganz ungefährlich sind – nun gut, seien wir ehrlich – sie können auch mal tödlich ausgehen. Doch genau dies ist auch der Grund, weshalb aus den Lehrlingen hinterher knallharte, scharfe und unzerbrechliche Klingen hervorgehen.

Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich auf den ersten 20 Seiten des Buches mit mir gehadert habe, ob ich es wirklich lesen will, da mich die Schreibweise des Autors irritiert hat. Doch als ich mich dort durchgekämpft hatte, konnte ich nicht mehr aufhören. Das Buch ist so geschrieben, dass ich länger brauchte, als bei anderen, seichteren Fantasy-Büchern, aber das ist definitiv etwas Positives.

Nach und nach hat mich die Story mehr und mehr in ihren Bann gezogen, bis ich regelrecht in dem Buch versunken bin. Die Rückblenden zwischendurch, lassen einen Mias Vergangenheit verstehen und geben einem immer mehr Aufschluss über ihr Inneres (auch wenn der Autor am Ende des Buches extra nochmal betont, dass wir Leser Mia noch gar nicht richtig kennengelernt beziehungsweise verstanden haben können).

Der Autor schreibt sehr nüchtern und direkt, lässt einen jedes Detail – auch wenn es noch so grausig sein mag – erfahren, was ich persönlich sehr erfrischend fand. Die Fußnoten haben mich immer wieder lachen und staunen lassen, da ich immer wieder überrascht war, wie viele Gedanken Jay Kristoff sich mit dieser Welt und ihrer Vergangenheit gemacht hat.

Itreya (die Republik, in der sich das ganze abspielt) ist komplex und facettenreich aufgebaut und wenn man genau liest erkennt man die vielen ausgearbeiteten Details, die in der Story stecken.

Ich empfehle das Buch wirklich JEDEM, denn in diesem Buch tut sich so manche Dunkelheit auf, es lässt einen erschauern und fürchten, einen zittern und zerbrechen, jedoch auch lachen, grinsen und sich ein bisschen verlieben. Man wird selbst zu Stahl, wie Mia selbst. Geht mit ihr durchs Dunkel, das sie verschlingt, wird mit ihr härter, wenn sie ein grausames Erlebnis nach dem anderen durchlebt und wird mit ihr zusammen eine starke, erfahrene Kämpferin, die sich ihren Weg durch das Leben kämpft.

Iron or glass? they’d ask.
She was neither.
She was steel.

Fazit:

Ich gebe dem Buch 5/5 Sterne, gäbe es eine höhere Bewertung, würde ich sie ihm geben.

Ein Kommentar zu „Rezension Nevernight – die Prüfung

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